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Videos

Auf dieser Seite werden Videos präsentiert, welche im Rahmen von Pyramide oder Noise Watchers-Projekten zur Aufführung gelangten.

Arthur Stammet: Flower Power

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Ein Sound-Video von Arthur Stammet

Dieser Film beschreibt das Verhältnis zwischen der Technik und der Natur, so wie sie im Süden des Luxemburger Landes allgegenwärtig ist. Die Eisen-Industrie hat dort tiefe Schneisen in die rote Erde getrieben und ihre „Leichen" verrostend in der Umgebung hinterlassen. Wenn diese immer mehr verrotten und ihre Farbe zusehends der Natur anpassen, betreibt die Natur jedes Jahr wieder ihr Werk, lässt Knospen sprießen und Blumen blühen. Die Kraft der Natur ist hier ebenso das Thema wie die abstrakte Schönheit des ausrangierten Industrieschrotts, welchen sie gnädigerweise umwuchert, sich selbst anpasst und integriert, immer wieder beblüht und so ein Museum der menschlichen Vergänglichkeit ohne das Zutun Letzterer schafft.

War „Flower Power" einst Hippie-Menschenwerk, so will ich hier aufzeigen dass die Kraft der Natur keines Menschen bedarf um sich zu regenerieren. Nur, und da liegt das Problem, je größer sein Eingreifen, desto schwerer wird sie es haben, Blumen sprießen zu lassen. Tonnen von Schrott verrotten nicht so leicht wie Tonnen von Humus, spenden kein zukünftiges Leben sondern vergiften den Boden der sie trägt.

Dieser Film ist eine Hommage an die Kraft der Natur, eine Hommage jedoch, die ohne Technik nie entstanden wäre. Um die Aussagekraft der Bilder naturbelassen an den Zuschauer zu tragen, wurde die Computertechnik größtenteils versteckt. In der Tat handelt es sich hier jedoch ausschließlich um „Tricks", welche nicht, wie man meinen möchte, mit einer Videokamera entstanden; einzige Ausnahme: die hektischen „Travellings" welche hier und dort kontrapunktische Akzente setzen. Mein 8-jähriger Sohn Christophe gab hiermit Auskunft über seine eigene Auffassung vom kreativen Umgang mit der Technik.

Alle anderen Bilder -- bis auf die Titel-Sequenz -- sind Dias, denen ich im Computer Leben einhauchte und eine Ruhe und Langsamkeit verlieh die eine Kamera so nicht erlauben würde. Harte Schnitte sind hier äußerst selten: fließende Übergänge, die manchmal sehr langsam sind sollen zum Denken anregen und Eindeutigkeiten vermeiden helfen. In der Natur weiß man ja auch nie so genau wo man mit ihr dran ist, was einst war und was noch wird.

Die Musik, welche ich hier dem Film unterlegte und dort um den Film herum gestaltete, ist ebenso vielschichtig wie die Bilder die sie unter- und ummalt. Stimmen treffen hier auf metallisches Gekreische, schnelle musikalische Momente kontrapunktieren, wie Erzählungen, mit der ruhevollen Dramatik extrem langsamer Clusterschichtungen, als wolle der Mensch hier die Unendlichkeit zähmen.

Arthur Stammet, März 2002

Arthur Stammet: Abstractum

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A Sound video composed and realized by Arthur Stammet

Abstractum is a movie about the problems which Nature has to endure by the Human civilization and it represents a world of reflection, words and philosophy, a world in which Nature may afford with humans.

These humans are nor politicians, nor industrialists but thinking people, represented by the ones, who come from three different cultures. The three following thoughts appear in the movie and structure its musical and pictured shapes:

Water, toothed wheels and wood are three parts of a dialogue between humans and Nature in this movie.

Wood is represented at the beginning by a tree and a wooden bridge, constructed by humans in order to domesticate water. The toothed wheels are the pure human factor in the movie which oscillates between the three subjects in an abstract way of representation.

The deep subject of the movie is "Respect" and must be found between all that sounds and pictures. Persons who cannot understand this message and their degree of abstraction aren't high enough for it. I don't think that these persons have to be informed about this message and I also think that they don't have this kind of preoccupation.

Arthur Stammet, September 2003